EIN ARSCHLOCH DAS ÜBER LEICHEN GEHT

 

So nannte mich 2012 ein Geschäftspartner. Er drohte mir, wenn ich nicht das mache was er von mir verlangt, werde er aus unserem gemeinsamem Projekt aussteigen. Er möchte, dass ich seinen Weg mitgehe. Denn dieser Weg ist der Richtige. Er habe sich das lange überlegt was er machen möchte und wie es in Zukunft zu laufen hat. Was anderes möchte er nicht mehr.

 

Alles klar, dachte ich mir. Meine Antwort war: „Gut, dann trennen sich hier und jetzt unsere Wege“. Seine Antwort war die Überschrift, ich sei ein... .

 

Da ich ein nachdenklicher Mensch bin, habe ich meine Gehirnzellen die folgenden Tage rotieren lassen. Über diese Aussage, ich sei ein Arschloch, das über Leichen geht. Ich fragte mich, warum bin ich das? Über welche Leichen geh ich? Es kam doch niemand zu schaden durch mein Tun und Handeln. Ich habe lediglich gesagt, „ich mach nicht das, was du von mir verlangst“. Ist das nicht das Recht eines jeden Menschen, sich diese Freiheit zu nehmen und nein zu sagen zu etwas, was von einem verlangt wird, es sich innerlich aber nicht gut anfühlt und man dieses nicht machen möchte?

 

Es war nicht das erste mal, dass ich so handelte. Und es war auch nicht das letzte mal. Und ich werde immer wieder im Leben so handeln. Ich habe Ziele im Leben, die ich erreichen möchte. Denn das ist der Sinn meines Lebens, diese Ziele zu erreichen, die Wege zu gehen, die zu meinem Ziel führen.

 

Mein Ziel, und das dieses Menschen den ich beschrieb, war knapp 1,5 Jahre das gleiche Ziel. Er änderte dieses Ziel. Sein Ziel. Er hatte eine neues Ziel. Vollkommen in Ordnung. Wenn er es sich für sich ändert. Aber kein Menschen kann erwarten, dass jeder andere Mensch dass versteht und den neuen Weg mitgeht. Denn ich hatte nach wie vor das gleiche Ziel. Und so entschied ich mich für mein Ziel. Für mein Leben. Warum aber bin ich dann ein Arschloch? Das auch noch über Leichen geht?

 

Ich habe nachgedacht. Und bin zu dem Entschluss gekommen, ich werde auch weiterhin gern ein Arschloch sein, der seinen Weg geht. Denn wäre ich den Weg dieses Menschen mitgegangen, wäre er glücklich geworden, und ich nicht. Denn ich hätte sein Leben gelebt, nicht meines. Es war sein Ziel. Nicht meines. Denn genau so zu leben macht einen Menschen innerlich kaputt. Und wenn das heißt, ein Arschloch zu sein, weil man nach sich schaut und seinem Herzen folgt, nun denn, dann bin ich das sehr gerne, kein Problem ;-).

Folge immer deinem Herzen, dass weiß, wohin du gehen möchtest. Geh deinen Weg. Es ist DEIN Weg. Such dir Menschen, die das gleiche Ziel haben wie du, nehm sie an deine Seite. Dann läuft es sich besser. Und sollte dieser Mensch irgendwann sagen „du, es ist besser wir trennen uns, denn mein Ziel hat sich verändert“, dann ist es nicht ein Arschloch, sondern ein großartiger Mensch, bei dem man sich bedanken sollte für die gemeinsame Zeit, jeder hatte etwas davon. Wünscht euch alles Gute. Geht getrennt euern Weg und sucht euch beide neue Mitstreiter. Und ihr werdet beide irgendwann euer Ziel erreichen und das Gefühl der Freiheit und des Sieges in euch tragen.

 

Ich will nicht so leben und werden wie du, denn dann bin du, aber nicht ich!“

 

In diesem Sinne
Euer Oli

 

www.oliver-dobisch.com

www.starte-dein-leben.de

 

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