Oliver Dobisch - Mutbefreier

Van-Life | Einfaches Leben | Entschleunigung | Lebenskunst

Die Kunst, das Leben nicht einfach abzuleben!


Hi, ich bin der Oli,

 

du fragst dich bestimmt, warum ich über diese Themen schreibe und spreche? Was meine Geschichte ist? Nun, ich habe ein Achterbahnleben hinter mir. Als ehemaliger Polizist und Drogenfahnder habe ich den Halt im Leben verloren. Stand plötzlich auf der Straße. "Ohne festen Wohnsitz" stand im Personalausweis. Habe viele Jahre in einer Parallelwelt gelebt. Ohne Job. Pleite. Überschuldet. Alkoholabhängig. 13 Jahre ohne Krankenversicherung. Keine Zukunftsperspektive. Depressionen. Zwei Suizidversuche.

 

Dann ereignet sich im Jahr 2007 etwas, was mich zurückholt. In Selbsttherapie habe ich mich über die Jahre in das Leben zurück gekämpft. Rückschläge waren an der Tagesordnung. Die ARD strahlt im September 2020 einen Doku über meine Vergangenheit und Leben aus. Noch heute schreiben mir Menschen, Betroffene, sowie Angehörige von Betroffenen und fragen um Rat und Hilfe.

 

Heute ist mir durchaus bewusst, dass ich "keinen normalen Lebensweg” hinter mir von der Geburt bei Hippies bis zum Polizeidienst, auf der Straße lebend bis hin zum Psychologie-Studium. Ich habe daraus gelernt. Und diese Erfahrungen gebe ich seit vielen Jahren anderen Menschen weiter. "Immer mehr, höher, weiter, schneller", davon hatte ich vor einigen Jahren die Schnauze gestrichen voll. 

 

Nach meinem Suizidversuch im Dezember 2019 musste ich mein Leben radikal ändern. Nicht nur weil mir das meine Ärztin nahegelegt hatte. Sondern weil ich es auch innerlich spürte. Entschleunigung war das Zauberwort.

 

Und so hatte ich mich ausgeklinkt, beschäftigte mich mit mir selbst und stellte mir viele Fragen:

  1. Warum kam es soweit?
  2. Warum bist du nicht glücklich?
  3. Was stört dich an deinem Leben?
  4. Und vor allem: was heißt eigentlich LEBEN?

Nach dem ich mich mit mir selbst auseinandergesetzt hatte, sprach ich auch oft mit meiner Moni, die ebenso unter meinem Verhalten als meine Lebens- & Bühnenpartnerin schwer gelitten hatte.

 

All das zog sich über knapp drei Monate. Nach all den Gesprächen kam für mich zu dem Entschluss, dass das, was wir hier in unserer Gesellschaft machen und was erwartet wird, hat für mich wenig mit dem Leben zu tun, was ich mir unter Leben vorstelle. Vorgestellt hatte wie ich mein Leben leben möchte.

 

Ich habe meine Ziele in den letzten Jahren vor dem Dezember 2019 weitestgehend erreicht. Teils übertroffen. Beruflich als auch vor allem privat. Und dennoch hatte mich innerlich wohl etwas unglücklich gemacht.

 

Ich fand heraus, dass mich all diesen Themen, über die ich hier schreiben und Videos veröffentlichen möchte, beschäftigt hatten.


Back to the Roots: Van-Life & Natur

Mein Geld verdiene ich eigentlich als Kabarettist, Sänger und als Speaker. Ständig On the Road und auf Achse. Wenn nicht gerade eine Pandemie ist. Durch dieses “Berufsverbot” baute ich mein zweites Standbein aus, die Dozententätigkeit im Bereich Psychologie & Sicherheit. Schule Behörden und Unternehmen. Aber leider durfte ich auch das nicht mehr machen wg. der Pandemie. 

 

Was also tun? Man hat genügend Zeit in dieser Pandemie, inne zu halten. Ich rechne nicht damit, dass sich vor 2023 auf Tournee zu gehen finanziell rechnet. Aber dennoch muss auch ich irgendwie Geld verdienen.

 

So entschied ich mich in den letzten Wochen des letzten Quartals des Jahres 2021, mein Leben neu auszurichten. Neu? Irgendwie Back to the Roots. Ich vermisse das umherziehen. Ich bin seit ich mit 14 Jahren aus dem Haus bin, unterwegs. Moni und ich leben zwar in einem wunderschönen Haus seit 2018 zusammen. Aber mein Inneres Ich treibt mich wieder auf die Straße. 

 

Ich habe beschlossen, meinen alten Opel Zafira A, genannt Keule (er ist alt, aber sein Herz funktioniert noch einwandfrei) zum Minicamper umzubauen. Absolut minimalistisch. Auf das Nötigste beschränkt. Mit meinen nicht vorhandenen handwerklichen Fähigkeiten. Mitte Januar 2022 einziehen. Los düsen. Raus in die Natur. Im Wald übernachten. Oder wo man eben stehen bleibt. Raus in die Welt. Wandern. Und mein Geld Online verdienen mit Online-Kursen, E-Books usw.

 

Dieses zu hause sitzen und eingesperrt sein in dieser Pandemie macht mich, wie viele von euch, WAHNSINNIG! Ich muss RAUS.

 

Und ich hatte nicht den Eindruck, als ich mit Moni darüber sprach, dass sie nicht auch ein klein wenig froh war, dass man sich mal wieder ein bisschen aus dem Weg geht. Da sie selbst auch Eigenbrötler ist und gern für sich. Würde sagen: Passt! ;-)